Inhaltsverzeichnis

1.  Die Kosten einer seriösen Katzenzucht

2. Kostenbeispiel für die Beschaffung eines geeigneten Zuchttieres

3. Kostenbeispiel für einen Wurf mit 3 Jungtieren bei Fremddeckung

4. Abschlussbemerkungen

5. Preise für Liebhaber- und Zuchttiere

 


 

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1. Die Kosten einer seriösen Katzenzucht

Da bei Katzenliebhabern und –interessenten immer wieder die Frage auftaucht, warum ein
Katzenbaby so teuer wäre, möchten wir im Folgenden versuchen zu erklären, wie sich die
Kosten einer Zucht zusammen setzen.

Gerade diejenigen, die sich zum ersten Mal für eine Rassekatze interessieren, sind oft der
Meinung, dass sich ein Züchter eine „goldene Nase“ an den Jungtieren verdienen müsste.
Vorab hierzu einige allgemeine Punkte.

Es gibt tatsächlich so genannte „Züchter“, die mit der Katzenzucht Geld verdienen. Dies
geht aber nur, indem sie ihre Katzen ausnutzen. Solche unseriösen „Züchter“ sparen an
Dingen, die für die Katzen aber unbedingt notwendig sind, seien es regelmäßige Impfungen
und Entwurmungen, ärztliche Untersuchungen, wie z.B. Gesundheitscheck, Bluttests usw.,
hochwertiges Futter etc. Teilweise wollen solche Leute auch Futter- und Tierarztkosten
senken, indem sie die Babies bereits mit 8- 9 Wochen abgeben – viel zu früh, denn sie sind
in dem Alter noch ganz besonders auf die Mutter angewiesen.

Jeder seriöse Züchter ist einem Verein angeschlossen, der u. a. auch eine Kontrollfunktion
hat. Wer sich solch einer „Kontrolle“ entzieht und Tiere ohne Stammbaum anbietet, handelt
unserer Meinung nach unseriös und mit Sicherheit nicht im Interesse der Tiere. Er bräuchte
sonst eine Kontrolle der Vereine nicht zu fürchten.

Es kann hier z. B. gut möglich sein, dass bei einem unseriösen „Züchter“, den wir auch
einfach nur „Vermehrer“ nennen,  die Katzen ohne ausreichende Ruhephase zwischen den
Würfen gedeckt werden, um so Katzenbabies zu „produzieren“.

Er kann mit kranken Tieren oder aber Tieren, die genetische Defekte aufweisen, züchten,
ohne sich Gedanken darüber zu machen, wie es den Katzen und deren Nachwuchs geht,
oder aber wahllos Tiere unterschiedlicher Rassen miteinander verpaaren, die dann
„Mischlingsbabies“ bekommen. Niemand weiß, wie diese sich entwickeln werden, welche
der Rassen sich evtl. durchsetzt geschweige denn, welche gesundheitlichen Konsequenzen
dies mit sich bringen kann. Nicht umsonst gibt es hier strenge Vorschriften der Vereine!

Wir möchten wirklich jeden Katzenliebhaber bitten, der vorhat, einem Baby ein liebevolles
Zuhause zu bieten, genau darauf zu achten, wo er sein Traumkätzchen erwirbt. „Billige“
Kätzchen sind meist arme Tiere und werden oft teuer für Sie. Denn die liebevolle, individuelle
Aufzucht und medizinische Versorgung der Kleinen kostet den Züchter sehr viel. Wer Tiere
zum Dumpingpreis anbietet, kann das nur, indem er am falschen Ende spart. Das rächt sich
meist sehr bald, denn viele dieser Tiere, so süß sie auch anfangs wirken, entwickeln nach
und nach schwere Verhaltensstörungen und/oder körperliche Probleme.

Das bedeutet nun nicht, dass ein Kätzchen aus einer seriösen Zucht, nie krank wird. Auch
trotz sorgfältiger Betreuung beim Züchter kann dies, wie bei jedem anderen Individuum
auch, passieren. Eine Garantie kann wirklich niemand geben. Aber bei einem seriösen
Züchter können Sie mit Sicherheit davon ausgehen, dass er alles Menschenmögliche getan
hat, um seinen Zuchtkatzen ein gesundes, zufriedenes und glückliches Leben und deren
Babies einen bestmöglichen Start ins Leben zu bieten.

Für alle die es interessiert, was daraus werden kann, wenn man ein Kätzchen zum
„Schnäppchenpreis“ erwirbt, stellen wir hier einen Link zu einer Dokumentation ein, die
uns sehr erschüttert hat und leider kein Einzelfall ist:

 


 

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2. Kostenbeispiel für die Beschaffung eines geeigneten Zuchttieres

Beispiel der Kosten, die für einen seriösen Züchter anfallen, bevor er überhaupt
mit der Zucht beginnen kann:

Finden einer geeigneten Zuchtkatze (Fachzeitschriften, Telefonate, Fahrtkosten zu den Züchtern etc.)

200,00 Euro

Anschaffungspreis für eine geeignete Zuchtkatze (bei einer Katze aus dem Ausland fallen weitaus höhere Kosten an)

mind. 1000,00 Euro

Mitgliedschaft in einem Zuchtverein

90,00 Euro

Meldegebühren für Ausstellungen (zur Erlangung der Zuchterlaubnis), Fahrtkosten für mindestens 2 Ausstellungen – eher öfter

200,00 Euro

Zusätzliche Ausstellungskosten (Schutzfolie, Gardinen, Einlagen, Toilette etc.)

150,00 Euro

Spezielle Software und Fachliteratur (Genetik, Geburtsvorbereitung, Aufzucht etc.)

250,00 Euro

Wurfkiste oder –häuschen, Abtrennungen für die erste Lebenszeit der Kleinen zu ihrer Sicherheit, Katzentoilette für die Babies

300,00 Euro

Digitalwaage mit grammgenauer Skalierung zur Gewichtskontrolle der Babies

75,00 Euro

Gesamtsumme

2265,00 Euro

 


 

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3. Kostenbeispiel für einen Wurf mit 3 Jungtieren bei Fremddeckung

Deckgebühr
(Satz wird vom Halter des Katers bestimmt – kann auch höher sein)

400,00 Euro

Kosten für Blut- und Gesundheitstests (beide Seiten legen fest, welche Tests jeweils gefordert werden, kann ebenfalls höher ausfallen)

80,00 Euro

Fahrten zum Deckkater (mindestens 2, Bringen + Abholen)

150,00 Euro

Spezielle + zusätzliche Ernährung für trächtige und dann säugende Katze

100,00 Euro

Muttermilchersatz + Aufzuchtzubehör (Fläschchen, Sauger etc.)

50,00 Euro

Ernährung der Jungtiere + Streu

300,00 Euro

Impfungen, Chippen, Wurmkuren (Babies + Mutterkatze), tierärztliche Untersuchungen, Fahrtkosten zum Tierarzt

450,00 Euro

Erhöhter Bedarf an Putz-, Reinigungs- und Desinfektionsmitteln

40,00 Euro

Anzeigen in speziellen Fachzeitschriften und Tageszeitungen

130,00 Euro

Zusätzliche Kosten (Rückrufe bei Interessenten, versenden von Fotos an Interessenten, Homepage etc.)

100,00 Euro

Stammbäume

45,00 Euro

Gesamtsumme

1845,00 Euro

Aufzuchtkosten pro Jungtier

615,00 Euro

 

Da viele Züchter einen eigenen Deckkater haben, würden hier die Kosten für die Fahrten und
die Deckgebühr zwar entfallen, aber erstens kostet ein guter Zuchtkater einiges mehr, als
eine Zuchtkatze und zweitens ist die Haltung eines Deckkaters sehr kosten- und zeitintensiv.
Jeder potente Kater wird irgendwann einmal anfangen, sein „Revier“ markieren zu wollen.
Hier kann man auf jeden Fall von einer weitaus größeren Menge an Reinigungs-, Desinfektions-
sowie Geruchsbekämpfungsmitteln ausgehen. Es entsteht ebenfalls eine weitaus höhere
Abnutzung an Teppichen, Möbeln und Tapeten, die es dann öfter zu erneuern gilt.
Also muss man dann all diese Kosten mit einrechnen.

 


 

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4. Abschlussbemerkungen

Wir hoffen, wir konnten Ihnen einen kleinen Eindruck dessen vermitteln, welche Kosten bei
einer seriösen Zucht mindestens anstehen. Wie jeder bemerkt haben wird, haben wir bei
diesen Beispielrechnungen Kosten für die Ernährung mit hochwertigem Futter, guter Katzen-
streu, stabilen Kratz- und Spielmöbeln, Spielzeug, evtl. notwendige Tierarztbesuche durch
Krankheit oder Verletzungen, jährliche Impfungen etc. völlig weggelassen. Dies sind laufende
Kosten, die ohnehin für jeden Katzenbesitzer anfallen. Wir wollten hier nur kurz aufzeigen,
dass wirklich kein seriöser Züchter etwas an seiner Hobbyzucht verdienen kann. Aber jeder
Züchter, der sein Hobby und seine Katzen liebt, ist sich dessen mehr als bewusst und gerne
bereit, all dies auf sich zu nehmen – zum Wohle seiner Lieblinge!

 


 

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5. Preise für Liebhaber- und Zuchttiere

Liebhabertiere:

Katzen/Kater, die nicht für die Zucht eingesetzt werden
(müssen bis spätestens zum 12. Lebensmonat nachweislich kastriert werden)

750,00 Euro

 

Zuchttiere:

Katzen/Kater, die für die Zucht eingesetzt werden
Abgabe nur an eingetragene Züchter

ab 1.200,00 Euro

 


Update 18.01.2015 - © Vulkandolls